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Savannah songs

Und noch ein Schwede in Berlin: Der in Uppsala geborene Songpoet braucht anscheinend diese Berliner Mischung aus Morbidität und Aufbruch, aus versteckter Hinterhof-Romantik und offener Brutalität, um sich solch wunderbar reduzierte Liebeslieder aus dem Herzen zu schneiden. »Sweet lover, where do you go from here? These roads must lead somewhere ... Drive slowly through my hometown ... Years fading, a pale river moon«, singt Ericson anrührend mit gebrochener Stimme und öffnet damit eine Pandorabox verschütteter Emotionen.

»SAVANNAH SONGS« wurde in ein paar Tagen in Schweden live und ohne Firlefanz aufgenommen: Neun Lieder, eine Gitarre, gelegentlich ein verbeultes Streicher-Keyboard und Ericsons Stimme, die sich mal mit Sängerin Lisa Veit und mal mit der elektrischen Gitarre seines Vaters zum Gebet über die schweren Momente des Lebens trifft. Das erinnert an Kristofer Åströms reduziertes »Loupita«-Album oder einen ernsthaft deprimierten Leonard Cohen – Musik, bei dessen Hören man alle zum Selbstmord tauglichen Utensilien weit weg legen sollte. Dann also auf zum Abtauchen in die eigene Seele. (peb)






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