JOHN ALEXANDER ERICSON - der Name klingt verdächtig skandinavisch und
eigentlich stammt der Mann, der dahinter steckt auch aus Schweden. Heute allerdings
lebt der Sänger und Songwriter von THE NORTHERN TERRITORIES in Ost-Berlin
und debütiert nun mit seinem Soloalbum 'Songs For Quiet Souls'.
'Ich beabsichtigte ein spartanisches, ziemlich ruhiges Album zu machen... mit
möglichst wenige rhythmischen Elementen... und auf irgendeine Weise wollte
ich traditionelle akustische Instrumente - Piano, Akustikgitarre, Streicher
etc. - mit stimmungsvollen Synthesizerflächen und seltsamen Effekten kombinieren.'
erzählt ERICSON treffend über sein Erstlingswerk.
Tanzbare Beats sucht man auf 'Songs For Quiet Souls' vergebens. Alle
Tracks sind einfühlsame bis verstörende Balladen, bei denen JOHN ALEXANDER
von seinen Gastsängerinnen Barbara Morgenstern und Susie van den Meer unterstützt
wird. Langweilig werden die durchweg langsamen Songs aber nie. Immer wieder
neue Songstrukturen, herzzerreißende engelsgleiche Gesangsparts und umwerfend
schöne Melodien ziehen den Hörer bereits beim ersten Hören in
ihren Bann und lassen ihn nicht wieder los.
Obwohl das Album rein äußerlich gar nicht darauf schließen
lässt, ist es dunkler und schmerzerfüllter als so manch düster-theatralisch
aufgemachte Veröffentlichung der letzten Zeit und obgleich sich jeder einzelne
Song als Soundtrack für die finstersten Stunden im Leben eignen würde,
klingt doch mit jeder Zeile auch ein klitzekleines Stückchen Hoffnung mit.
Meisterlich umgesetzt wurde diese Stimmung im Videoclip zu 'A World You'll
Never Reach', der ebenfalls auf der CD enthalten ist. Gedreht wurde der
atmosphärische schwarz-weiß-Streifen auf einem Hochhaus in Berlin-Mitte.
Als Hauptdarstellerin konnte Schauspielerin Rahel Salvodelli gewonnen werden,
die die Gefühle, die der Song transportieren soll, wundervoll darstellt.
Viel mehr an Worten möchte und kann ich an dieser Stelle gar nicht über
diese ergreifende Scheibe verlieren. Hört rein und verliert euch darin.
Anspieltipps: Subnation, A World You'll Never Reach und natürlich der
wundervolle Videoclip
von Freya Diepenbrock
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